Freitag, 17. Juli 2015

Duschplatz mit Solardusche

Beim Pflastersteine legen hatten wir auch einen Duschplatz für die heißen Tage mit eingeplant. Da ich nicht so die Wasserratte bin habe ich diesen auch immer stiefmütterlich behandelt. Dementsprechend blieb dieser Platz eine Baustelle, bis meine Frau eine Solardusche bestellte und mich aufforderte den Platz zur Gartendusche umzubauen.
Es wird benötigt:

Die Ausgangssituation 

Beim vorbereiten für die Pflasterarbeiten hatten wir einen Kanalanschluß zum Duschplatz gelegt, und diesen mit Fostschutzschotter aufgefüllt.  Dieser hat auch noch bis vor wenigen Tagen so ausgesehen:











Wir hatten es auch zu gut gemeint, und mussten ein wenig Schotter wieder raus schaufeln.

Betonieren

Ich habe mich entschieden den Platz mit Beton aufzufüllen und ein Gefälle zum Kanal zu schaffen. Dadurch versickert kein Wasser im Boden und die Gefahr, dass sich etwas setzt, ist minimiert.
Die Betonschicht sollte mindestens 8-10cm dick sein, damit sie nicht bricht. Zusätzlich habe ich noch ein Gitter aus 6mm Bewährungsstahl verlegt. Dies gibt dem Beton zusätzlich Stabilität.
Ist das Gitter geflochten kann der Platz auch schon mit Beton aufgefüllt werden. Dazu habe ich einen Beton der C25/30 Klasse verwendet. Dieser kostet im Baumarkt etwa 3€/40kg,


Nach dem Verreiben erhält man eine schöne Oberfläche.











Das sollte jetzt 2 Tage trocknen.

Dusche

Ich habe echt lange überlegt, ob ich eine Solardusche selber bauen soll, aber die wäre diesen Sommer bestimmt nicht fertig geworden. Also begaben wir uns im Internet auf die Suche. Duschen aus Edelstahl haben ihren Preis und auch nicht immer gute Kritiken. Also haben wir uns für eine Günstige aus Kunststoff entschieden und bestellt, welche fast ausschließlich gute Kritiken vorweisen konnte.
Obwohl die Dusche aus Kunststoff besteht, macht das Teil echt was her und einen wertigen Eindruck. Ob die Duschen in ein paar Jahren noch immer so gut aussieht, kann ich natürlich noch nicht sagen.

Montage der Dusche

Ich habe mich dazu entschieden die Dusche nicht fix mit dem Boden zu verschrauben. Von meinem Vater bekam ich den Tipp, die Brause auf eine Waschbetonplatte zu dübeln, und diese dann in den Duschplatz zu stellen. Somit ist die Dusche "mobil", kann im Winter in an einen frostsicheren Ort gebracht werden, bzw. bei einem Defekt sehr leicht getauscht werden. Eine alte Waschbetonplatte hatte ich ohnehin noch rumliegen, und konnte loslegen.











Ich habe eine Platte mit 5cm Dicke verwendet. Mit dieser ist sichergestellt dass der verwendete 8x40mm Dübel auch genug Material hat und anständig hält.  Mit Edelstahl-Schrauben habe ich schlussendlich die Dusche am Stein montiert. Das hält erstaunlich gut. Mit der Sackkarre kann das Konstrukt nun an ihren endgültigen Platz gefahren und eingerichtet werden.














Mit Platten aus Aluminium (rostet nicht) habe ich die Brause in Waage gestellt.

Kies einfüllen und Platten legen

Bevor der Kies eingefüllt werden kann, habe ich noch den Abfluss vom Beton gereinigt, mit Gitter versehen und mit Flies abgedeckt, damit keine Steine in den Kanal gelangen.













Nun kann der Kies eingefüllt und die Platten verlegt werden. Damit die Platten großflächig aufliegen, habe ich den Kies mit einer Kelle abgezogen und anschließend die Platten mit Gummihammer eingeklopft.



Anbringen der Armaturen und Brausekopf

Zum Abdichten der Armatur und Brausekopf wurde ein Teflonband mitgeliefert. Ich hab's zwar probiert, war aber erfolglos. Es gibt jedoch Menschen, die schwören auf Teflon, ich hab aber wieder zum guten alten Hanf gegriffen. Wie das in etwa funktioniert habe ich hier erklärt.













Nachdem ich den Schlauch (einfache Gardena Kupplung) angeschlossen hatte, ging's zur Funktionsprüfung. Allerdings wollte sich meine Frau nicht als Badenixe zur Verfügung stellen :-(


Kommentare:

  1. Geile Dusche; schade dass deine Frau keine Probiernixe war.... *g*

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  2. Danke! Ich sollte echt noch mal ein ernstes Wort mit ihr sprechen :-)

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